Banh Khuc ist ein traditionelles vietnamesisches Gebäck – und ausgesprochen köstlich!
Dieses Reisbällchen wird aus Klebreis zubereitet, der mit Ruhrkraut (Khuc) – der wichtigsten Zutat – vermengt und mit Mungbohnenpaste, Schweinefleisch und Gewürzen gefüllt wird.
Ruhrkraut wächst im ersten und zweiten Monat des Mondkalenders, wenn feiner Nieselregen den ganzen Tag anhält. Man findet es vor allem an den Rändern von Reisfeldern. Es gibt zwei Arten: “Nep” und “Te”. Letztere ist geschmeidiger und aromatischer und wird daher für die Zubereitung von Banh Khuc bevorzugt.
Zunächst wird das Ruhrkraut gewaschen, zermahlen und anschließend mit geschältem Klebreis vermengt. Geschälte Mungbohnen werden gekocht, zu einer Paste verarbeitet und zur Mischung gegeben. Zum Schluss bestreut man die Bällchen mit gedämpften Klebreiskörnern.
Mit der Zeit wird es immer schwieriger, Ruhrkraut zu finden, da viele Felder neuen Bauprojekten weichen müssen. Noch können Sie Banh Khuc in Hanoi genießen. Einige Hersteller verwenden jedoch kein Ruhrkraut mehr, sondern ersetzen es durch Kohl oder Wasserspinat.
Wenn Sie Appetit auf Banh Khuc bekommen haben, besuchen Sie den seit vielen Jahren bestehenden Stand in der Nguyen-Cong-Tru-Straße 69. Die Verkäuferin Nguyen Thi Lan beauftragt Menschen aus den ländlichen Gebieten Hanois und den Nachbarprovinzen damit, das selten gewordene Ruhrkraut zu sammeln. Im Winter wächst es besonders üppig, weshalb genügend Vorräte für den Sommer angelegt werden müssen. Überschüssige Pflanzen werden getrocknet und eingelagert.
Wenn Sie sich in Hanois Altstadt aufhalten, hören Sie vielleicht den Ruf “Ai banh khuc nong day?” (“Wer möchte heißes Banh Khuc?”). Halten Sie den Verkäufer ruhig an und fragen Sie, ob das Banh Khuc aus dem Dorf Ngoai Hoang in Hanoi stammt, das für seine besonders köstliche Variante dieser Spezialität bekannt ist. Probieren lohnt sich: Banh Khuc wird am besten heiß serviert und in eine Mischung aus geröstetem, zerstoßenem Sesam und Salz getunkt …
