Ho-Chi-Minh-Stadt (auch unter ihrem früheren Namen Saigon bekannt) erobert die Herzen ihrer Besucher: Die lebendige, reizvolle Stadt bietet alle Annehmlichkeiten einer modernen Metropole und zugleich zahlreiche Sehenswürdigkeiten, die zu spannenden Entdeckungen einladen.
Damit Sie diese Stadt besser kennenlernen, haben wir nachfolgend die 10 besten Aktivitäten in Ho-Chi-Minh-Stadt – zugleich einige der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Saigons – für Sie zusammengestellt.
1. Kriegsopfermuseum
Das von der vietnamesischen Regierung gegründete Museum wurde am 4. September 1975 als Ausstellungshaus für die Verbrechen der USA und ihrer Marionetten eröffnet. 1990 erhielt es den Namen Ausstellungshaus für Kriegsverbrechen und Aggression. 1995, im Jahr des Vietnam-Besuchs von Präsident Bill Clinton, wurde es schließlich in Kriegsopfermuseum umbenannt – diesen Namen trägt es bis heute.
Höhepunkte:
Das Museum verfügt über mehr als 20,000 Dokumente, Exponate und Filme. Davon werden mehr als 1,500 Dokumente, Artefakte und Filme öffentlich gezeigt.
In den verschiedenen Ausstellungsräumen können Sie zahlreiche militärische Ausrüstungsgegenstände der US-amerikanischen und vietnamesischen Streitkräfte besichtigen – vom legendären AK 47 und einem UH-1-Hubschrauber bis hin zu den Panzern M48 und T-54.
Besonders eindrücklich ist der “Tigerkäfig”, in dem südvietnamesische Soldaten politische Gefangene festhielten. Darüber hinaus zeigt das Museum zahlreiche Fotografien aus dem Vietnamkrieg, darunter viele Schwarz-Weiß-Aufnahmen.
Das Museum dokumentiert die Kriegsverbrechen und die Folgen, die der Krieg der USA und ihrer Verbündeten für Vietnam hatte. Ein Besuch gehört zu den eindrucksvollsten und aufschlussreichsten Aktivitäten in Ho-Chi-Minh-Stadt.
Öffnungszeiten: täglich 7:30 –18:00 Uhr
Website: http://www.baotangchungtichchientranh.vn/
2. Ben-Thanh-Markt
Seine Ursprünge reichen bis ins 17. Jahrhundert zurück, als Händler am Saigon-Fluss einen Markt gründeten. 1870 wurde er durch einen Brand vollständig zerstört und anschließend von den Franzosen wiederaufgebaut. 1912 entstand der neue Ben-Thanh-Markt, der bis heute besteht.
Höhepunkte:
Was gibt es hier zu entdecken? Allen voran authentische vietnamesische Gerichte. Auf dem Markt können Sie zahlreiche Spezialitäten wie Banh cuon, Banh xeo oder Hu tieu probieren. Auch Bier ist günstig und kostet nur 2-5 $.
Darüber hinaus ist der Markt für lokale Kleidung und Kunsthandwerk bekannt. Das Angebot reicht von Kleidung, Taschen und Schuhen bis hin zu Süßigkeiten. Besonders beliebt sind die kunstvoll gefertigten Arbeiten erfahrener Holzhandwerker.
Da der traditionsreiche Ben-Thanh-Markt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Ho-Chi-Minh-Stadts zählt, sind die Dienstleistungen gut organisiert und Besucher werden nicht aufdringlich zum Kauf gedrängt. Den Markt zu verlassen, ohne wenigstens eine Kleinigkeit mitzunehmen, dürfte Ihnen allerdings schwerfallen!
Öffnungszeiten: täglich 6:00 –24:00 Uhr
3. Cu-Chi-Tunnel

1948, während des Krieges gegen Frankreich, legten Viet-Minh-Kämpfer die Tunnel an, um französischen Soldaten in der Region zu entgehen und mit den Dorfbewohnern in Verbindung zu bleiben. Zugleich dienten sie der Bevölkerung als Schutz vor den ausländischen Truppen. Während des Vietnamkriegs wurde das System auf etwa 250 km erweitert und entwickelte sich zu einem wichtigen Stützpunkt des Vietcong im Kampf gegen die US-Streitkräfte.
Höhepunkte:
In Cu Chi gibt es zwei verschiedene Tunnelanlagen zu besichtigen: Ben Dinh und Ben Duoc. Wenn Sie in Ho-Chi-Minh-Stadt etwas Außergewöhnliches erleben möchten, können Sie unter sicheren Bedingungen durch ausgewählte Tunnelabschnitte kriechen.
Darüber hinaus verfügt Cu Chi über einen Schießstand, an dem Besucher diese ungewöhnliche Erfahrung machen können. Eine Patrone kostet je nach Waffe zwischen $1.1 (CARBIN) und $1.8 (AK 47 und M60).
Cu Chi erreichen Sie auf verschiedene Weise – mit dem Motorrad, Auto, Bus oder Schnellboot!
Öffnungszeiten: täglich 07:00 - 17:00 Uhr, auch sonntags
4. Unabhängigkeitspalast
Seine Geschichte begann am 23. Februar 1868, als Pierre-Paul de La Grandière, Gouverneur der französischen Kolonie Cochinchina, den Bau eines neuen Amtssitzes veranlasste. Die Arbeiten dauerten bis 1873. Entworfen wurde der Palast von Ngo Viet Thu, dem ersten vietnamesischen Architekten, der mit dem Grand Prix de Rome ausgezeichnet wurde. Nach seiner Fertigstellung erhielt das Gebäude zu Ehren des kambodschanischen Königs Norodom (1834–1904) den Namen Norodom-Palast.
Während des Zweiten Weltkriegs diente der Palast als wichtiges Hauptquartier japanischer Funktionäre. Am 7. September 1954 wurde der Norodom-Palast zum Regierungssitz des Staates Vietnam. 1955 wurde Ngo Dinh Diem Präsident der Republik Vietnam und benannte ihn in Unabhängigkeitspalast um. Am 30. April 1975 durchbrach ein nordvietnamesischer Panzer das Haupttor und besiegelte damit das Ende des Vietnamkriegs. Im November 1975 erhielt das Gebäude den Namen Wiedervereinigungspalast.
Höhepunkte:
Der Wiedervereinigungspalast erstreckt sich über fünf Ebenen. Im ersten Stock befinden sich der Konferenzsaal, der Kabinettssaal und der staatliche Bankettsaal.
Im zweiten Stock liegen der Botschafter-Saal, der Empfangsraum und das Büro des Präsidenten, der Sitzungssaal des Nationalen Sicherheitsrats sowie der Empfangsraum des Vizepräsidenten.
Im dritten Stock erwarten Sie ein Kartenspielzimmer, eine Bibliothek und ein Kino, während die vierte Etage ein Kasino beherbergt. Auf der Dachterrasse befindet sich ein Hubschrauberlandeplatz. Unter dem Palast liegt eine bunkerartige Anlage für den Präsidenten, zu der eine Kommandozentrale mit umfangreicher Kommunikationstechnik gehört.
Als Schauplatz zahlreicher historischer Ereignisse ist der Palast ein eindrucksvoller “Zeitzeuge” des Vietnamkriegs und des Indochinakriegs. Bei Ihrem Besuch in Ho-Chi-Minh-Stadt sollten Sie diese Sehenswürdigkeit nicht verpassen, wenn Sie mehr über die bewegte Geschichte der Stadt erfahren möchten.
Öffnungszeiten: täglich 08:00 - 11:00 & 13:00 - 16:00 Uhr
5. Museum der Schönen Künste von Ho-Chi-Minh-Stadt
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gehörte das Anwesen Hui Bon Hoa, einem damals bekannten und wohlhabenden Kaufmann aus Saigon. Der französische Architekt Rivera entwarf und errichtete das Gebäude 1929 als Villa für die Familie Hua. Nach 1975 ging es in staatlichen Besitz über und wurde zunächst vom vietnamesischen Ausstellungszentrum verwaltet. 1987 übernahm das Volkskomitee von Ho-Chi-Minh-Stadt die Verwaltung und wandelte die Villa in das bis heute bestehende öffentliche Museum um.
Höhepunkte:
Das Museum umfasst rund 3514 Quadratmeter und beherbergt mehr als 20,000 Kunstwerke aus verschiedenen Regionen Vietnams. Es besteht aus drei Stockwerken und einem Untergeschoss. Im ersten Stock präsentieren Galerien vietnamesische und internationale Kunst. Im zweiten Stock sind Gemälde und Skulpturen vietnamesischer sowie internationaler Künstler zu sehen, während der dritte Stock Kunstwerke aus dem 7. Jahrhundert bis zum frühen 20. Jahrhundert zeigt.
Heute gehört das Museum zu den lohnendsten Zielen für Besucher Saigons. Nehmen Sie sich Zeit, um die vielfältigen Werke der bildenden Kunst sowie die zahlreichen wertvollen und faszinierenden Gemälde zu entdecken.
Öffnungszeiten: 9:00 - 18:00 Uhr (Dienstag-Sonntag, montags geschlossen)
Website: www.baotangmythuattphcm.vn
6. Jadekaiser-Pagode
1984 erhielt sie den neuen chinesischen Namen Phuoc Hai Tu, was “Tempel des Meeres der Segnungen” bedeutet. Noch bekannter wurde die Pagode, nachdem US-Präsident Barack Obama sie am 22. Mai 2016 während seines Staatsbesuchs in Vietnam besichtigt hatte.
Höhepunkte:
Die Tempelanlage lässt sich in zwei Bereiche unterteilen: den Innenhof und das Tempelinnere. Hinter dem Haupttor gelangen Sie in den dreigeteilten Innenhof.
Im vorderen Teil des Hofes steht ein kleiner Turm mit einer Statue des buddhistischen Lehrers Dharmapala. Dahinter befinden sich ein kleiner Teich mit zahlreichen Schildkröten sowie einige Bänke. Im letzten Abschnitt des Hofes steht der sogenannte Verbrennungsofen, ein schornsteinförmiges Bauwerk. Hier verbrennen Gläubige Papiergaben, deren Rauch nach ihrem Glauben die Ahnen im Himmel erreicht.
Im Inneren des Tempels befinden sich zahlreiche Kunstwerke und etwa 300 historische Statuen, darunter 100 aus einer holzähnlichen Pappmasse. Sie stellen eine Versammlung von Gottheiten mit dem Jadekaiser dar. Der Gebetsbereich der Pagode besteht aus einer Haupthalle und zwei Seitenbereichen. In der Haupthalle werden der Jadekaiser, Buddha und verschiedene Gottheiten verehrt. Die größte Statue der Pagode zeigt den Jadekaiser inmitten einer Versammlung von Gottheiten.
Menschen, die in ihrem Alltag Sorgen oder Schwierigkeiten erleben, kommen hierher, um zu beten. Auch Besucher finden in der schönen, ruhigen Umgebung einen Ort, an dem sie zur Ruhe kommen und neue Ausgeglichenheit gewinnen können.
Öffnungszeiten: täglich 08:00 – 17:00 Uhr
Eintritt: Der Eintritt ist kostenlos, Spenden sind jedoch willkommen.
7. Kathedrale Notre-Dame von Saigon
Die von französischen Architekten entworfene Kathedrale wurde zwischen 1863 und 1880 errichtet und ist 60 m hoch. Ursprünglich hieß sie Kirche von Saigon. Den Namen Notre-Dame erhielt sie 1959, nachdem der Bischof eine feierliche Zeremonie zur Aufstellung der Statue Unserer Lieben Frau vom Frieden abgehalten hatte. 1962 erhob der Vatikan sie zur Hauptkathedrale Saigons. Seitdem trägt sie den Namen Kathedralbasilika Notre-Dame von Saigon.
Höhepunkte:
Ihre Gestaltung ist deutlich von französischer Architektur und christlicher Symbolik geprägt. Sämtliche Baumaterialien wurden seinerzeit direkt aus Frankreich importiert. Die beiden jeweils 60.5 m hohen Glockentürme mit ihren 6 Bronzeglocken wurden erst 1895 ergänzt. Sie verleihen der Kathedrale ihr charakteristisches Erscheinungsbild und unterstreichen ihre einzigartige Architektur.
Nehmen Sie sich bei Ihrem Besuch Zeit für einen Spaziergang rund um die Kathedrale, um die besondere Architektur und die angenehme Atmosphäre auf sich wirken zu lassen.
Die Kathedrale ist ein lohnendes Ziel in Saigon: Neben ihrer eindrucksvollen Architektur können Sie hier auch zahlreiche Gläubige erleben. Denken Sie jedoch daran, dass es sich – wie bei allen Gotteshäusern weltweit – um einen heiligen Ort handelt. Tragen Sie daher angemessene Kleidung und achten Sie darauf, die Gläubigen während Ihres Besuchs nicht zu stören.
Öffnungszeiten: täglich 08:00 – 17:00 Uhr
8. Hauptpostamt Saigon
Höhepunkte:
Im Inneren vereinen sich Elemente der Gotik, Renaissance und französischen Architektur. Beim Betreten öffnet sich eine großzügige Halle mit einer bogenförmigen Decke, die von zwei Reihen stählerner Säulen getragen wird. Die Säulen in der vorderen Halle sind aufwendig verziert und lassen das Gebäude besonders eindrucksvoll und weitläufig erscheinen.
Das Postamt bietet weiterhin klassische Postdienstleistungen an: Sie können Briefe versenden sowie Postkarten und Briefmarken kaufen. Auch ein Geldwechsel ist möglich. Im Inneren finden Sie zudem Souvenirs und können an den langen Holztischen Ihre Post schreiben.
Eine besondere Persönlichkeit des Postamts ist Herr Duong Van Ngo, der am Ende eines langen Holztisches sitzt. Herr Ngo begann bereits mit 17 Jahren hier zu arbeiten – als mehrsprachiger öffentlicher Briefschreiber und Übersetzer. Auch nach seiner Pensionierung hilft er Menschen häufig dabei, Briefe auf Englisch und Französisch zu verfassen. Er erzählt gern von seiner Liebe zu dieser Arbeit und gibt Ihnen außerdem Empfehlungen für weitere Sehenswürdigkeiten in Ho-Chi-Minh-Stadt.
Trotz zahlreicher historischer Umbrüche steht das Postamt noch immer und ist eng mit der Geschichte der Stadt verbunden. Wenn Sie mehr über die einzigartige französische Kolonialarchitektur und die Geschichte Saigons erfahren möchten, sollten Sie sich diesen Ort nicht entgehen lassen!
Öffnungszeiten: täglich 07:00 – 19:00 Uhr
9. Opernhaus Saigon
Das Opernhaus Saigon wurde 1898 vom französischen Architekten Eugene Ferret im Stil der Belle Époque erbaut. Nach 1956 diente es einem Teil der südvietnamesischen Regierung als Sitz. Nach 1975 wurde das Gebäude wieder als Theater genutzt und 1995 restauriert.
Der Innenraum umfasst ein Parkett und zwei darüberliegende Ränge mit insgesamt bis zu 1,800 Plätzen.
Anlässlich des 300. Stadtjubiläums von Saigon beauftragte die Regierung 1998 mehrere renommierte Architekten und Künstler mit einer weiteren Restaurierung des Gebäudes.
Höhepunkte:
Heute verfügt das Opernhaus über moderne Bühnentechnik, Beleuchtungs- und Tonsysteme sowie zeitgemäße Sicherheitseinrichtungen.
Rund um das Opernhaus befinden sich moderne Plätze und Hotels. So lässt sich eine Besichtigung bequem mit einem Einkaufsbummel verbinden.
Öffnungszeiten: täglich 8:00 bis 5:30 Uhr
10. Bitexco Financial Tower
Eigentümer ist die Bitexco Group, ein vietnamesischer Mischkonzern. Entworfen wurde der Turm von Carlos Zapata, Chefdesigner und Gründer des Carlos Zapata Studio; die französische Gesellschaft AREP war als ausführendes Architekturbüro beteiligt. Die Form des Wolkenkratzers ist von der Lotusblüte, der Nationalblume Vietnams, inspiriert.
Höhepunkte:
Das Skydeck im Bitexco Tower bietet einen 360-Grad-Blick über die Stadt und den Saigon-Fluss. Mithilfe von Ferngläsern können Besucher das Panorama von Bezirk 1 aus der Nähe betrachten. Besonders bei Nacht genießen Sie auch von den Restaurants im 50. und 51. Stock eine beeindruckende Aussicht. Darüber hinaus finden Ausstellungen lokaler Kunst statt, bei denen Sie Souvenirs für Ihre Angehörigen erwerben können.
Öffnungszeiten: täglich 09:30-21:30 Uhr
Eintritt: $10/Person für das Skydeck.
