Banh It (auf Deutsch etwa “kleiner Kuchen”) gilt als eine Spezialität Zentralvietnams. Das Gebäck wird traditionell sowohl bei regionalen Gedenkfeiern für Verstorbene als auch bei Hochzeitszeremonien gereicht. Heute ist es jedoch ein beliebter Imbiss, den Sie jederzeit genießen können.
Banh It gibt es in zwei Varianten: (1) süß als “Banh it la gai” und (2) herzhaft als “Banh it tom thit”. Beide zeichnen sich durch ihren unverwechselbaren Geschmack aus und begeistern viele Reisende in Zentralvietnam.
Was zeichnet die süße Variante aus?
Sie besteht aus einer Kugel aus Mungbohnenpaste, die von einem Teig aus gemahlenen “Gai”-Blättern, Zucker und Klebreismehl umhüllt wird.
Manchmal wird die Mungbohnenfüllung durch gesüßte, gemahlene Kokosraspeln ersetzt. Zunächst werden Bananenblätter zu einem Kegel gefaltet. Dann wird die Teigkugel hineingelegt und das Blatt von vier Seiten eingeschlagen, sodass ein pyramidenförmiges Küchlein entsteht. Anschließend wird es gedämpft. Dabei erhält es durch die “Gai”-Blätter seine glänzende, tiefschwarze Farbe. Zucker, Mungbohnen und Klebreis verleihen ihm eine angenehme Süße, während Bananen- und “Gai”-Blätter für ein feines Aroma sorgen.
Und wie schmeckt die herzhafte Variante?
Für die Füllung werden gehacktes Schweinefleisch, Garnelen, zerdrückte Mungbohnen, Zwiebeln und Gewürze angebraten, bis eine durchgegarte, sämige Masse entsteht. Der Teig dieser Variante wird ausschließlich aus Reismehl hergestellt.
Traditionell werden die Küchlein entweder in Bananenblätter gewickelt oder ohne Blätter zubereitet. Beide Varianten von Banh It sind so köstlich und handlich, dass sie im Nu verzehrt sind. Doch am besten genießen Sie jeden Bissen ganz in Ruhe.
Auch Hoi An ist für “Banh Ít Lá Gai” bekannt. Wenn Sie nach Hoi An reisen, sollten Sie sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, diese besondere Variante zu probieren.
