Das in der Gemeinde An Ninh Dong im Bezirk Tuy An der Provinz Phu Yen gelegene Ghenh Da Dia, das “Riff der Steinplatten”, besteht aus außergewöhnlich geformten Felsen und großen, aufrecht stehenden Steinsäulen, die gleichmäßig wie ein Sternenmuster angeordnet sind. Wie ein riesiges Puzzle aus nahezu identischen Teilen gibt dieses Naturphänomen bis heute Rätsel auf. Die fest miteinander verzahnte Gesteinsformation fasziniert seit Langem weit mehr als nur neugierige Besucher.
Öffnungszeiten: 8 bis 22 Uhr
Inhalt
I. Geologisches Phänomen
Vor Millionen von Jahren trat bei einem Vulkanausbruch geschmolzenes, mineralreiches Gestein aus. Als die Lava auf Wasser traf, kühlte sie rasch ab, erstarrte und zerbrach in senkrechte und schräg verlaufende Säulen. So entstand die eindrucksvolle Landschaft von Ghenh Da Dia. Im Laufe der Zeit formten die Naturgewalten daraus ein wahres Kunstwerk. Die Formation erstreckt sich über etwa 1 km2 – zur Hälfte im Meer und zur Hälfte oberhalb des Meeresspiegels.
Von oben betrachtet erinnert Ghenh Da Dia manche Besucher an einen riesigen Bienenstock, andere an einen Stapel steinerner Teller. Trotz zahlreicher historischer, archäologischer und wissenschaftlicher Untersuchungen ist die genaue Entstehung dieser ausgedehnten Felsformation bis heute nicht vollständig geklärt.
Die Felsen von Ghenh Da Dia bestehen aus Basalt und schimmern in dunklem Schwarz sowie hellem Gelb. Neben tonnenschweren Blöcken finden sich kleinere Steine in unterschiedlichsten Formen – rund, fünfeckig oder vieleckig. Die Säulen stehen aufrecht und dicht beieinander, während andere Formationen wie übereinandergestapelte Scheiben wirken.
Selbst beim Zählen der Steinsäulen ließ sich bislang keine exakte Zahl ermitteln; Forscher gehen meist von etwa 35,000 Exemplaren aus. Die sichtbaren Säulen sind 60–80 cm hoch und haben einen Durchmesser von 20–30 cm. Sie gruppieren sich um einen kleinen Süßwasserteich, der von unterirdischen Wasserläufen gespeist wird und niemals austrocknet.
II. Was macht Ghenh Da Dia so einzigartig?
Ghenh Da Dia erstreckt sich über eine Länge von mehr als 2,000 Metern und ist etwa 50 Meter breit. Schätzungsweise 35,000 Felssäulen stehen hier so dicht beieinander, als wären sie von übernatürlicher Hand angeordnet worden. Jede Säule erreicht eine sichtbare Höhe von durchschnittlich 60–80 cm und einen Querschnitt von 20–30 cm. Die Basaltklippen entstanden durch urzeitliche Vulkanausbrüche: Als die flüssigen Basaltströme auf kühles Wasser trafen, erstarrten sie und bildeten diese seltenen, vieleckigen Säulen.
Ganz in der Nähe von Ghenh Da Dia liegt der schöne Strand Bai Bang. Unter schattenspendenden Bäumen ruhen dort Felsen am Ufer – ein idealer Ort zum Entspannen, Campen und für verschiedene Freizeitaktivitäten.
In der Nähe von Ghenh Da Dia und dem Strand befindet sich außerdem die bekannte Sehenswürdigkeit “Hòn đá lực lượng” – eine tiefe, weitläufige Grotte, die während des Krieges zahlreichen Menschen Schutz bot. Nachts suchten dort Widerstandskämpfer Zuflucht, bevor sie am nächsten Tag zu überraschenden Angriffen aufbrachen.
Bei einem Besuch in Ghenh Da Dia können Sie zahlreiche Meereslebewesen entdecken. Besonders auffällig ist der “Mứt”-Seetang, eine salzige Algenart, die sich wie ein feines Netz an die Felsen heftet.
III. Was sollten Sie probieren?
Rund um diesen eindrucksvollen Ort erwartet Sie eine große Auswahl regionaler Gerichte. Wenn Sie zum ersten Mal hier sind, sollten Sie sich die folgenden Spezialitäten nicht entgehen lassen.
1. Reis mit Hähnchen
Reis mit Hähnchen ist in ganz Vietnam verbreitet, doch jede Region verleiht dem Gericht ihre eigene Note. In Phu Yen wird der Reis mit Hühnerbrühe, fein gehacktem Knoblauch und Öl in einer heißen Pfanne gegart. Das Hähnchen wird goldgelb gekocht und anschließend auf einem Teller mit geschnittenen Karotten, Gurken und Vietnamesischem Koriander angerichtet.
Dazu wird meist eine Schale vietnamesischer Fischsoße mit grünem Pfeffer und gehacktem Knoblauch gereicht. Das Hähnchen wird in diese würzige Soße getunkt und erhält dadurch sein charakteristisches Aroma. Nach dem ersten Bissen werden Sie verstehen, warum dieses Gericht in Vietnam so beliebt ist.
2. Warme Bánh-Bèo-Reisküchlein
Diese schlichte und dennoch ansprechend aussehende Spezialität ist typisch für die Provinz Phu Yen. So einfach sie wirken mag, ihre Zubereitung erfordert viel Geduld und Fingerspitzengefühl.
Zunächst wird Reismehl mit Wasser vermischt und 4 bis 6 Stunden ruhen gelassen. Anschließend gießt man das Wasser ab und ersetzt es durch warmes Wasser. Der Reisteig wird danach etwa 7 oder 8 Minuten gedämpft, bis er eine milchig-weiße Farbe annimmt.
Zum Schluss werden die Küchlein mit Frühlingszwiebelöl, knusprig frittierten Brotstückchen und etwas Fischsoße verfeinert. Wegen ihrer geringen Größe bestellt man sie meist auf einem ganzen Tablett. An einem kühlen Abend warme Bánh-Bèo-Küchlein zu genießen und dabei das Treiben auf der Straße zu beobachten, ist ein Erlebnis, das Ihnen lange in Erinnerung bleiben wird.
3. Nudelsuppe mit Fischfrikadellen und Schnittknoblauch
Für dieses Gericht wird Fisch fein zerkleinert, gewürzt und zu kleinen Stücken geformt, die anschließend gedämpft oder in heißem Öl frittiert werden. Die Brühe wird aus frischen Fischgräten gekocht und erhält dadurch eine natürliche, leicht süßliche Note. Serviert wird die Nudelsuppe mit leuchtend grünem Schnittknoblauch und würzigem Fisch. Je nach Geschmack können Sie noch Chili oder Limette hinzufügen.
IV. Wie gelangen Sie dorthin?
Die Fahrt nach Ghenh Da Dia beginnt in der Stadt Tuy Hoa. Folgen Sie der Nationalstraße Nr. 1 etwa 30 km, biegen Sie bei der Ortschaft Chi Thanh rechts ab und fahren Sie weitere rund 12 km. Dann liegt Ghenh Da Dia direkt vor Ihnen.
Ghenh Da Dia wurde vom Ministerium für Kultur und Information als nationales Kulturerbe anerkannt und zieht Besucher aus Vietnam ebenso wie aus aller Welt an. Ein Ausflug zu diesem außergewöhnlichen Felsenriff lohnt sich auf jeden Fall!
