Sapa fasziniert unzählige Besucher mit seiner eindrucksvollen Landschaft aus tiefgrünen Tälern, Bambuswäldern und traditionellen Dörfern. Wenn Ihnen das geschäftige Stadtleben mit seinem Lärm und den großen Einkaufszentren zu viel wird, sehnen Sie sich vielleicht nach einem ruhigen Ort, an dem Sie entspannen und die Stille genießen können. Dann ist ein Besuch des Tram-Ton-Passes (đèo Trạm Tôn), auch O-Quy-Ho-Pass (đèo Ô Quy Hồ) genannt, genau das Richtige, um die einzigartige Natur der Region zu erleben.
Die Legende des Tram-Ton-Passes
Die meisten Reisenden kennen den Pass unter dem Namen O Quy Ho, sein offizieller Name lautet jedoch Tram Ton. Einheimische nennen ihn häufig Cong Troi, was “Tor zum Himmel” bedeutet – ein passender Name, denn der Tram-Ton-Pass liegt außergewöhnlich hoch und scheint die Wolken zu berühren. Einer mündlich überlieferten Legende zufolge ist der Pass Schauplatz einer tragischen Liebesgeschichte. Ein junges Paar verliebte sich ineinander, durfte jedoch nicht zusammenleben und eine Familie gründen. Aus tiefer Sehnsucht verwandelte sich die junge Frau schließlich in einen gelben Vogel.
Tag für Tag sitzt der Vogel auf der Passhöhe und ruft unaufhörlich “O Quy Ho” – den Namen ihres Geliebten. Der Tram-Ton-Pass führt durch das Hoang-Lien-Son-Gebirge und ist eng mit dieser eindrucksvollen Berglandschaft verbunden. Inzwischen wurden viele Straßenabschnitte ausgebaut, sodass die Route immer mehr Abenteuerreisende anzieht. Ihre schroffen Kurven bleiben jedoch selbst für erfahrene Langstreckenfahrer eine Herausforderung. Aufgrund seiner außergewöhnlichen Höhe und Länge trägt der Tram-Ton-Pass zu Recht den Beinamen “König der Pässe im Nordwesten”.
Die beste Reisezeit für den Tram-Ton-Pass
Lao Cai besitzt ein tropisches Klima, wobei sich sowohl der Sommer als auch der Winter für eine Reise eignen. Im Sommer herrschen hier angenehm milde Temperaturen – ideal, um die Region zu erkunden und die kühle Bergluft zu genießen. Die beste Tageszeit für einen Besuch des Tram-Ton-Passes ist gegen 10 Uhr sowie in der Abenddämmerung.
Besonders eindrucksvoll zeigt sich die Landschaft bei Sonnenuntergang. Langsam versinkt die Sonne hinter weißen Wolken und taucht den blauen Himmel in rosafarbenes Licht. Wenn Sie auf der Passhöhe inmitten dieser grenzenlos wirkenden Weite stehen, fühlt es sich an, als hätten Sie den Gipfel der Welt erreicht.
Während viele Landschaften im tiefsten Winter karg und eintönig wirken, zieht der Tram-Ton-Pass gerade dann besonders viele Besucher an. Der Anblick der schneebedeckten Bergwelt versetzt Reisende immer wieder ins Staunen. Schneeflocken legen sich über die dunkelgrüne Vegetation und die Straßen des Passes – aus der Ferne ein faszinierender, atemberaubender Anblick.
Höhepunkte am Tram-Ton-Pass
Der Tram-Ton-Pass bietet Ihnen eine wohltuende Auszeit vom hektischen Alltag, denn hier finden Sie Ruhe und tiefe Gelassenheit. Oft können Sie beobachten, wie die Wolken über die Passhöhe ziehen. Der Tram-Ton-Pass gilt als “Brücke” zwischen Lao Cai und der Provinz Lai Chau. So vereint er landschaftliche Merkmale beider Regionen und begeistert unzählige Besucher bereits auf den ersten Blick.
Die Schönheit der Landschaft im Wandel der Jahreszeiten hat zahlreiche Dichter und Künstler zu einzigartigen Werken inspiriert. Wie bereits erwähnt, ist der Pass an kalten Tagen von Schnee bedeckt. Wenn die Sonne hinter den Wolken hervorkommt, scheinen ihre Strahlen die dicken Schneeschichten zu durchdringen. Besonders schön ist es, dabei zuzusehen, wie sich die Pflanzen langsam wieder ihren Weg ans Licht bahnen.
Im Sommer tauchen Besucher in eine grüne Welt aus Himmel, Bergen und Bäumen ein. Suchen Sie sich einen ruhigen Platz auf der Passhöhe und beobachten Sie die Wolken – hier fühlen Sie sich der Natur ganz nah.
An klaren Tagen eröffnet sich von der Passhöhe ein besonders eindrucksvoller Anblick: Besucher können den Panoramablick auf das “Dach Indochinas”, den Fansipan, genießen, der sich über einem üppig grünen Pflanzenteppich erhebt. Auch das Panorama der tiefgrünen Dörfer sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Durch das Kameraobjektiv erstrecken sich goldgelbe Reisfelder und weite Felder mit blühendem Buchweizen bis zum Horizont.
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Was können Sie am Tram-Ton-Pass essen?
Bei einem Zwischenstopp am Tram-Ton-Pass haben Sie reichlich Gelegenheit, die Küche der Region kennenzulernen. Die Gerichte tragen unverkennbar die kulinarische Handschrift des vietnamesischen Nordwestens. Probieren Sie unbedingt Spezialitäten wie gegrillten Fisch, fünffarbigen Klebreis, geschmortes mageres Fleisch und einen Feuertopf mit Lachs. Das Besondere an der hiesigen Küche ist die gelungene Verbindung natürlicher Zutaten mit traditionellen Rezepten. Ihre charakteristischen Aromen werden Ihnen noch lange in Erinnerung bleiben.
Neben den Hauptgerichten werden auch kleine Snacks wie gebackene Süßkartoffeln, Mais und Bananen angeboten. Viele Besucher kaufen diese Köstlichkeiten an einem der Imbissstände und nehmen sie mit. Anschließend suchen sie sich einen schönen Platz auf dem Pass – etwa auf einem flachen Felsen oder bei ihrem Motorrad. Während Sie Ihren Snack genießen, lauschen Sie den vertrauten Klängen des einfachen, ländlichen Lebens.
Wie gelangen Sie zum Tram-Ton-Pass?
Von der Stadt Sapa erreichen Sie den Tram-Ton-Pass mit dem Taxi in etwa 15 Minuten. Fahren Sie zunächst auf der Xuan-Vien-Straße in südwestlicher Richtung. Folgen Sie der Straße bis zum Mobiltelefongeschäft Binh Hang und biegen Sie dort rechts ab. Sobald Sie auf der linken Seite das Restaurant Yuri sehen, biegen Sie erneut rechts ab und fahren in Richtung des Thac-Bac-Wasserfalls. Biegen Sie anschließend bei der Sapa Villa gegenüber dem Sapa Summit Hotel auf der linken Seite links ab. Wenn Sie Thac Bac erreichen, biegen Sie beim US Hotel gegenüber der Sapa Radio Station auf der rechten Seite rechts ab. Danach geht es links auf die Nationalstraße 4D. Fahren Sie schließlich am Kindergarten O Quy Ho vorbei und noch etwa 5.8 Kilometer geradeaus.
Wenn Sie die Landschaft auf beiden Seiten der Straße ausgiebig entdecken möchten, ist die Fahrt mit dem Motorrad besonders reizvoll. Schroffe Kalksteinberge und smaragdgrüne Reisfelder sorgen dafür, dass es unterwegs immer etwas Neues zu sehen gibt. Kleine Dörfer, die zwischen den Bergen auftauchen, vermitteln einen authentischen Eindruck vom beschaulichen Alltag im Norden Vietnams.
Ein Besuch des Tram-Ton-Passes bietet Ihnen die Gelegenheit, eine imposante Landschaft zu bewundern und köstliche regionale Spezialitäten zu genießen. Seine ganze Faszination erschließt sich jedoch erst, wenn Sie selbst dort stehen.
